Kirchengemeinde Baumgarten
Kirchengemeinde Baumgarten

02.6.18, 18 Uhr musikalische Vesper  Chorkonzert / Neumünster

03.6.18,  10 Uhr musikalischer Festgottesdienst mit Chor Neumünster

 

08.6.18,  19.30 (?)  Klosterkirche     „17. Irish-Folk-Festival“ (Klosterverein)

 

13.6.18, 14 Uhr Gottesdienst Seniorentag mit anschließendem Kulturprogramm im Saal/ Eddy Steinfatt-Bauchredner

 

6.7. 18 Konzert „Die Brücke“

26.7. Musikfestspiele Meckl. … (Klosterverein)

11.8. Klassische Evergreens/  Brandenburgisches Konzertorchester Eberswalde   (Klosterverein)

 

16.12.18 gegen 14 Uhr geplantes Chorkonzert/ über Klosterverein

 

 

 

 

 

 

 

24.7.17 Konzert der Johanniskantorei in Rühn

Klosterkirche in Rühn

1232 gründete  Bischof Brunward von Schwerin das Kloster. Der Kirchenbau war 1270 vollendet. An dem Bauwerk sind im Verlauf der Jahrhunderte keine wesentlichen Veränderungen vorgenommen worden. Der einschiffige ungeteilte Kirchenraum (10x43m) ist flachgedeckt und hat einen geraden Chorabschluß. Der Westgiebel wird mit Spitzbögen und Kreisblende geschmückt. Fensterschlitze, die in Dreiergruppen angeordnet sind, lassen Licht in das Kircheninnere. Die niedrige Fensterreihe unter den Hauptfenstern an der Nordseite weist auf eine ehemalige  Nonnenempore. Eingang findet der Besucher durch ein stumpfspitzbogiges Portal.
Die Klosteranlage wird seit 2005 restauriert. Die Balsamöl-GmbH  hat die Produktion aufgenommen. Ein Klosterladen, Gaststätte und Hotel werden demnächst im Kloster entstehen.
Die Ausstattung des Altarraumes wurde weitgehend  durch die Wirksamkeit der Herzogin Elisabeth an diesem Kloster(16. Jh.) geprägt.  Der Altar-Aufsatz von 1587 trägt den Charakter flandrischer Kunst zur Zeit der Renaissance. Im Mittelbild  ist die Feier des heiligen Abendmahles dargestellt, auf den Seitenflügeln Herzog Ulrich und Herzogin Elisabeth. Auch die Fürstenempore ist ein Werk der Renaissance mit aufwendigen Schnitzereien und originalen Bleiglasfenstern. Die Kanzel stammt ebenfalls aus dieser Zeit. Im Altarbereich befindet sich das Prunkepitaph der Herzogin Sophie Agnes (+1694), errichtet im barockem Stil. im späten 19. Jh. erfährt die Kirche  eine größere Sanierung in neugotischer Prägung. Die Friese-Orgel auf der Westempore stammt aus dieser Zeit, sie wurde 1999 restauriert. Zahlreiche Grabsteine aus dem 14.-18. Jahrhundert sind in der Kirche aufgestellt. 

 Bedeutung des Altarretabels in der der Klosterkirche Rühn

Das Kloster Rühn wird zunehmend von Touristen aufgesucht. Täglich werden Führungen durch den Verein und Kirchegemeinde angeboten. Im vergangenen Jahr 2014 konnten ca 15000 Besucher registriert im Kloster werden. Die Besucher erleben, dass Jahr für Jahr die Restaurierungsarbeiten an den Klostergebäuden voranschreiten. Die Klosterkirche beeindruckt in ihrer Gestaltung durch den im 16. Jahrhundert von Herzogin Elisabeth gestalteten Altarraum. Dabei fällt der Blick sofort auf den Altar mit den beeindruckenden Gemälden in seiner Größe und Erhabenheit. Für Mecklenburg stellt dieser Altar einen innovativen Höhepunkt der Renaissancemalerei dar.

Zeitgeschichtlicher Wert

Mit der Errichtung dieses Altars wurde ein wichtiges Stück Zeitgeschichte der Nachreformation in Rühn festgehalten. Herzog Ulrich I. (1527-1603), Herzog von Mecklenburg-Güstrow Herzog Ulrich heiratet 1556 die verwitwete Herzogin Elisabeth (1523/24 – 1586), der er bemerkenswerter Weise 1575 die bischöflichen Rechte im Rühn überträgt. Das Altarretabel dokumentiert diese Schenkung und präsentiert sich als Stiftsurkunde des reformatorischen Wandels in Rühn. Zwei Jahrzehnte später hat Elisabeth die ehemalige Zisterze Rühn in ein evangelisches Kloster, bzw in ein adliges Stift umgewandelt und 1581 für Rühn eine neue Klosterordnung erstellt, die Herzog Ulrich 1584 bestätigt. Im Rahmen einer neuen Ausstattung des Altarraumes durch die Initiative von Herzogin Elisabeth lässt der zweiflügelige Altaraufsatz mit der Abendmahlsszene und den Porträts des Herzogpaares den neuen Geist der Reformation erkennen.

Beschreibung des Altars

Die Gemälde sind in einem architektonischen Rahmenaufbau eingefasst Die Gemälde stammen von Cornelius Crommeny aus den Niederlanden. Sie gelten als besonders wertvolle Kunstwerke und gelangten 1578 in die Kirche. Auf dem vom Betrachter aus gesehenen rechten Flügel hat sich die Reformatorin Elisabeth kniend in betender Haltung abbilden lassen. Herzog Ulrich ist auf dem linken Flügel ebenfalls als Beter zu sehen. Auf der Rückseite dieses Flügels wurde das Wappen und eine Inschrift zur Schenkung verzeichnet. Die dargestellten herzoglichen Regenten blicken auf Christus, der im Hauptteil des Gemäldes im Kreise der Jünger am Abend vor dem Karfreitag dargestellt ist. Er stiftet das „Sakrament des Altars.“

Ein Bibelwort in niederdeutscher Sprache unterhalb der Gemälde auf der Predella (Unterbau des Flügelaltars) erinnert an die Verkündigung des Kreuzestodes Christi beim Sakramentsgottesdienst. Über der Mitteltafel ist ein Dreiecksgiebel angebracht, der von einer Triumphkreuzgruppe bekrönt ist. Der architektonische Rahmenaufbau wird dem Güstrower Hofbildhauer Philipp Brandin zugeschrieben. Die Gesamtmaße betragen 295 x 418 x 42 cm.

 

 

Pfarrhaus Baumgarten saniert 1994

Kirchengemeinde Baumgarten

 

Kontakt  über:

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Poststr. 50
18246 Baumgarten
Tel. 038462 22223
Fax 038462 33967
Baumgarten@elkm.de

 

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