Kirchengemeinde Baumgarten
Kirchengemeinde Baumgarten

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Dorfkirche Eickelberg

…Geh aus, mein Herz…

Eine geistliche und volkstümliche  Abendmusik

mit dem Schwaaner Bläserchor

16.6.16, 19 Uhr

 

 

Kirche in Eickelberg

Innenaufnahme 2016

Die Backsteinkirche in Eickelberg, ein einschiffiger Bau mit dreiseitigem Chorschluß, wurde vermutlich um 1400 erbaut. Schildbögen und Vorlagen deuten darauf hin, dass ursprünglich eine Überwölbung des Gebäudes geplant war. Stattdessen wurde jedoch eine flache Holzbalkendecke eingezogen. Der Kirchturm ist nicht erhalten, wahrscheinlich stürzte er ein, und seine Reste wurden um 1780 abgetragen. Danach wurde im Westteil der Kirche ein Glockenstuhl eingerichtet. Erschütterungen beim Läuten verursachten jedoch Schäden am Mauerwerk, so dass man sich im Jahre 1902 entschloss, einen freistehenden Glockenstuhl zu errichten, wobei die Reste des alten Glockenstuhls Verwendung fanden.Von der ursprünglichen Ausstattung der Kirche ist leider nur wenig erhalten, jedoch stellen sowohl die spätromanische Granitfünte, wohl das älteste Kunstwerk der Region, als auch zwei Grabplatten der Familie von Lützow aus der Zeit der Renaissance außerordentlich wertvolle Arbeiten dar. Auch die zwei Epitaphe sind K.v.Lützow gewidmet. Der Epitaph mit Reliefdar-stellungen ist von 1588.  Die Kanzel aus derselben Zeit wurde im Zuge der Umgestaltung der Kirche zu Anfang des 20. Jahrhunderts überformt, von der Orgel sind nur Reste des Prospektes erhalten.
Der Glockenstuhl  mit Glocke steht auf dem Friedhof.

 

Zur Kirchengeschichte von Eickelberg / ab 20. Jh.

 

Auszug aus dem Internetartikel Von „offene Häuser“ („Open Houses“)

„Eickelberg ist ein kleiner Ort im oberen Warnowtal, einem entlegenen Landstrich, der seine Bützow, zwanzig Kilometer Warnow abwärts, war seit 1239 weltlicher Sitz der Schweriner Bischöfe und Zentrum des Bützower Stiftslandes, das im 14. und 15. Jahrhundert zu den entwickeltsten Gebieten des Landes gehörte. Sternberg, acht Kilometer von Eickelberg gelegen, war Residenz der mecklenburgischen Landesherren und seit 1492 bedeutende Wallfahrtsstätte. Ab 1572 erlangte es neue Bedeutung als regelmäßige Stätte des Mecklenburgischen Landtages. Dieser hatte vorher an verschiedenen Orten getagt, unter anderem an der sechs Kilometer von Eickelberg entfernten Sagsdorfer Brücke, wo er im Jahre 1549 die Reformation annahm.
Bedingt durch den Bevölkerungsrückgang sowie durch Änderungen der kirchlichen und politischen Verhältnisse verlor die Kirche seit den fünfziger Jahren ihre angestammte Bedeutung und verfiel zusehends. Während des über zwanzigjährigen Leerstandes wurden alle beweglichen Ausstattungsstücke entwendet. Die südliche Vorhalle und die Sakristei wurden abgerissen, um Baumaterial für die Reparatur anderer Kirchen zu gewinnen.
„Offene Häuser“ wurde 1997 auf das stark gefährdete Gebäude aufmerksam und initiierte seine Rettung. Nach der aufwendigen Instandsetzung des historischen Dachstuhls konnte das Dach wieder mit geborgenen Biberschwanzziegeln gedeckt werden.“

 

Zuständige Pastoren für Eickelberg im 20.Jh./ aus dem Kirchenarchiv

1898 – 1910 Max C. Frz. Hillmann, Pastor in Eickelberg

2011-29 Propst Ludwig Köhler letzter Pastor in Eickelberg

Seither verwalten folgende Pastoren die Pfarrstelle Eickelberg

1929 – 1945  Propst Ludwig Köhler, Zernin

1945-70 Propst Johannes Wegener aus Qualitz

1970 – 1977 Ludwig Falb aus Zernin

1977-1979  Propst Joachim Meyer aus Baumgarten

1979 -80 Pastor Karl-Heinz Schröter aus Lohmen,

1980 - 86 Pastor Benkendorff aus Tarnow

1986-89 Pastor Flade aus Bützow

1990  -98 Pastor Glöckner aus Baumgarten

1998-2002 Pastor Schur aus Tarnow

2003 - Pastorin Helga Müller aus Baumgarten

Die Kirchgemeinde Eickelberg wurde noch bis 1971 als eigenständige ruhende Kirchgemeinde geführt. Nach Dienstende von Propst Wegener 1970 wurde Eickelberg der Kirchengemeinde Zernin angegliedert. Und mit Dienstende von Pastor Falb 1977 wurde auch die Pfarrstelle in Zernin nicht wieder besetzt (auch diese Kirche verfiel in den 60er Jahren).  2010 vereinten sich die Kirchgemeinden Baumgarten, Qualitz und Zernin zur „Kirchengemeinde Baumgarten“ mit Pfarrsitz in Baumgarten.

 

Erinnerung an die 70er/80er/90er Jahre    -    Ideen und  Maßnahmen  zur Erhaltung/Sicherung von Kirche, Glockenstuhl, Friedhof   (noch zu vervollständigen)

Das Eickelberger Pfarrhaus (von 1848)  wurde schon  in den 50er Jahren aufgegeben und in den 60er Jahren abgerissen. Nach dem  Dienstende von Propst Johannes Wegener , er tat 25 Jahre seinen Dienst in Eickelberg, endet auch das Kirchenregisterbuch von Eickelberg  In dieser Kirche finden nun  keine Konfirmationen, Taufen und Trauungen mehr statt.  Die Kirche wird immer baufälliger, ihr Schicksal bleibt offen.  Fast 30 Jahre lang wurde sie nicht genutzt und verfiel zusehends. In diesem Zuge kam es zu Plünderungen und Diebstählen. Teile des Gestühls und der Fenster wurden zerstört, die Orgel allerdings schon nach 1945 entfernt. Der Altaraufsatz soll  noch bis nach 1980 in der Kirche gesehen worden sein In den

80er Jahren werden Steine der Sakristei abgetragen. Kirchenälteste und Pastoren der ehemaligen Propstei so wie Ortsansässige führen wiederholt Arbeitseinsätze auf dem Eickelberger Friedhof durch. 1987 etwa schätzt man eine Restaurierung mit 87.000 Mark ein. Erst nach der Wende 1990 ist es der  Mecklenburgischen Landeskirche möglich, viele Kirchen zu retten, Es wird ein Programm für „Dorfkirchen in Not“ entwickelt. Eickelberg soll notgesichert werden. Zunächst wurde 1995der Glockenstuhl von 1902  wieder aufgebaut. Die erste Notsicherung der Kirche wurde 1996 durch den Arbeitskreis Denkmalpflege/ heute „open houses“ initiiert, und von der Kirchgemeinde und Kirchenleitung beschlossen. Die Umsetzung erfolgte 1998-2000. Eine weitere Erhaltungsmaßnahme folgt 2011.

 

Aus dem Bericht zur Visitation 2007/ Helga Müller

Die Kirche wird seit der Notsicherung  nur gelegentlich, bzw.  für besondere Gottesdienste und Veranstaltungen genutzt. Die Kirchenälteste Frau Erika Rusin läutet sonntäglich die Glocke.  Nun  finden hier jährlich Himmelfahrtsgottesdienste statt. In der Woche vor Himmelfahrt treffen sich mehrere Eickelberger Bürger zu einem traditionellen Friedhofseinsatz und Kirchenputz. Am Himmelfahrtstag beginnt der Gottesdienst um 14 Uhr. Es wird gemeindeverbindend dazu eingeladen. Die durchschnittliche Beteiligung liegt bei 30 – 50 Gästen.  Im Anschluss  an den Gottesdienst gibt es ein Picknick vor der Kirchentür, bewegliche Bänke lassen sich leicht nach draußen tragen.  Auch  mehrere Konzerte fanden seit der Notsicherung statt, die zunächst von dem damals an der Kirche tätigen „Arbeitskreis für Denkmalpflege“ (open houses), aber dann von der Kirchengemeinde verantwortet wurden. Im Jahr 2000 und 2002 gab es in der Kirche wieder  Taufgottesdienste,  davor das letzte Mal 1970. Im Jahr 2003 fand nach langer Zeit auch eine Trauerfeier zur Urnenbeisetzung statt.  Die letzte verstorbene Tochter der Jahrhunderte lang ansässigen Adelsfamilie von Lützow (bis 1945) wurde im heimatlichen Familiengrab beigesetzt.

 

Kulturelle und kirchl. Aktivitäten Rückblick nach der Notsichererung

 

Erste Konzerte „offene Häuser“

Nach 1997  1-2 Sommerkonzerte jährlich von „offene Häuser“ organisiert

Zuletzt: 15.10.2006  Konzert – elektronischer  Kontrabass

Gottesdienste, Kinderkirche

In den Jahren 2009 -11 etwa fanden  in den Sommermonaten Kindernachmittage statt,

2 Taufen 2003 / 4 Taufen 2008 / 1 Taufe 2014,

Bestattungen: 2003, 2009, 2012, 2013, 2016

Kunstkirchen organisiert vom Freundeskreis 2009, 2012, 2014, 2016, Initiatorin Karen von Blomberg ( KGR) und Nils Rackwitz, junger  Künstler aus Eickelberg  ( siehe Archiv Kunstkirche)

Kunstoffen zu Pfingsten seit 2015 mit Laienmalerei und Kunstgewerbe

Weitere Konzerte

23.8. 2009 Kiever Streichtrio/ Professor Benninghoff

25.7.2010 Konzert mit AusstellungNils Rackwitz  (110 TN)

2011 Gottessdienst zu Himmelfahrt mit Beteiligung Musikschule Bützow

9.5.2013 Miniaturtheater Kirchen-Spiel „Maria in der Wüste“28.5.2013 Dabeler Handglockenchor  (75 TN)18.10 15 Jazz Impressionen Ellen Czaya, Borries Schlüter

 

 

verfasst Helga Müller, 30.7.16   -     www.kirche-baumgarten.de

Pfarrhaus Baumgarten saniert 1994

Kirchengemeinde Baumgarten

 

Kontakt  über:

Pastorin
Helga Müller
Poststr. 50
18246 Baumgarten
Tel. 038462 22223
Fax 038462 33967
Baumgarten@elkm.de

 

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